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Begriffe und Definitionen

Technische Begriffe und Definitionen

Hinweis: Bei einer Reihe der folgenden Definitionen handelt es sich um Auszüge aus den Normen EN 1 125, EN 179, prEN 13633 und prEN 13637.


Fluchttürbeschlag Baubeschlag für den Gebrauch an Türen im Verlauf von Rettungswegen (Fluchttüren).

Fluchttürverschluss Mechanisch betätigte Vorrichtung, die für die Verriegelung einer Tür mit Paniktür- oder Notausgangsfunktion vorgesehen ist.

Paniktürverschluss Panikstange Fluchttürverschluss gemäß EN 1125. Für die Verwendung in Gebäuden geeignet, in denen bei einer Gefahrensituation der Ausbruch einer Panik zumindest wahrscheinlich ist. Sichere Fluchtmöglichkeit auch ohne vorherige Kenntnis des Fluchttürverschlusses und bei gegebenem Druck auf die Tür (Vorlast).

Notausgangsverschluss (Anti-)Panikschloss (im bisherigen Sprachgebrauch) Fluchttürverschluss gemäß EN 179. Für die Verwendung in Gebäuden geeignet, in denen hei einer Gefahrensituation das Entstehen einer Panik unwahrscheinlich ist. Sichere Fluchtmöglichkeit durch eine Tür mit einem einzigen Handgriff, wobei die Vorkenntnis der Funktionsweise des Verschlusses erforderlich sein darf.

Elektrisch gesteuerter Fluchttürverschluss Elektrisch gesteuertes System, das für die Verriegelung einer Tür mit Paniktür- oder Notausgangsfunktion vorgesehen ist

Elektrisch gesteuerter Paniktürverschluss Paniktüranlage Paniktürsystem Fluchttürsystem gemäß prEN 13633. Für Anwendungen, bei denen Paniksituationen vorhersehbar sind. Es ermöglicht die elektrische Steuerung von Paniktüren über die elektrische Verriegelung, den Auslöser und die Steuereinheit. Diese separaten Elemente können miteinander verbunden oder in verschiedenen Baugruppen vereinigt sein.

Elektrisch gesteuerter Notausgangsverschluss Notausgangsanlage Notausgangssystem Fluchttürsystem gemäß prEN 13637. Für Anwendungen, bei denen keine Paniksituationen erwartet werden. Es ermöglicht die elektrische Steuerung von Notausgangstüren über die elektrische Verriegelung, die Nottaste und die Steuereinheit. Diese separaten Elemente können miteinander verbunden oder in verschiedenen Baugruppen vereinigt sein.

Betätigungsstange Der horizontale Teil eines Paniktürverschlusses, der bei Betätigung die Verriegelung freigibt. vgl. EN 1125 und prEN 13633, Definitionen Griffstange Die auslösende horizontale Betätigungsstange eines Paniktürverschlusses (Typ A) gemäß EN 1125. Sie wird zwischen zwei Schwenkarmen bzw. drehbaren Halterungen befestigt und in Fluchtrichtung und / oder in einem nach unten gerichteten Bogen bewegt.

Druckstange Die auslösende horizontale Stange eines Paniktürverschlusses (Typ B) gemäß EN 1125. Sie ist Teil eines Gestells bzw. Chassis oder einer anderen Montageeinheit und wird in Fluchtrichtung bewegt.

Stoßplatte Beschlag eines Notausgangsverschlusses gemäß EN 179, der in Fluchtrichtung gedrückt wird, um den Verschluss freizugeben.

Zugplatte Beschlag eines Notausgangsverschlusses für nach innen öffnende Türen gemäß EN 179. Der Verschluss wird mit einem Handgriff, und zwar durch Ziehen, freigegeben.

Drücker (Tür-)Klinke Ein dreh- bzw. schwenkbarer Beschlag, dessen Drehachse senkrecht zur Türoberfläche liegt und mit dem ein Notausgangsverschluss betätigt wird.

Äußere Zugangsvorrichtung Vorrichtung zur Öffnung eines Zugangsvorrich- Notausgangsverschlusses von außen. tung

Schnappvorrichtung Vorrichtung, die das automatische Sichern eines Fluchttürverschlusses in der geschlossenen Stellung ermöglicht, nachdem er betätigt wurde.
Sperrelement Teil eines Fluchttürverschlusses, das in das Sperrgegenstück zum Sichern der Tür in der geschlossenen Stellung eingreift.

Feststeller Mechanismus, der das Sperrelement eines Fluchttürverschlusses in der zurückgezogenen Position arretiert, bis dieser manuell zurückgesetzt wird.

Sperrgegenstück Eine Aussparung, in die das Sperrelement eingreift. Schließblech

Freigabekraft Die Kraft, die wirken muss, um das Sperrelement (die Sperrelemente) aus dem Sperrgegenstück zu ziehen. Bei Paniktürverschlüssen senkrecht zur Türoberfläche an der Betätigungsstange wirkend; bei Notausgangsverschlüssen am Beschlag angreifend.

Bedienelement Beschlag Mit der Hand betätigtes Element, das mechanisch die Tür freigibt, z. B. Drücker oder Stoßplatte.

Treibriegelstange Senkrecht angeordnete Verlängerung des Sperrelements, die über den Betätigungsmechanismus mit dem Beschlag verbunden ist.

Schlossriegel Ein automatisch (mechanisch oder motorisch) oder manuell mittels Schlüssel vorschließender starrer Bolzen, der bei Betätigung des Fluchttürverschlusses zurückgezogen wird.

Verbindungsvorrichtung Treibriegelschloss Eine an zweiflügeligen Türen verwendete Vorrichtung, die bei Betätigung des Beschlages auf dem einen Türblatt, den Beschlag auf dem anderen Türblatt ebenfalls aktiviert.

Äuslöseelement Auslöser Ein mit der Hand ausgelöstes Bauteil eines Fluchttürsystems, das ein elektrisches Signal liefert, so dass das elektrische Verriegelungselement die Tür freigeben kann. Bei Paniktürsystemen kann der Auslöser in eine der EN 1125 entsprechende Betätigungsstange integriert werden.

Elektrische Verriegelung Ein elektrisch betätigtes Element eines Fluchttürverschlusses, mit dem der gesicherte Zustand der Tür aufrecht erhalten wird. Diese Elemente können elektromagnetisch, elektromechanisch oder mit Motor betrieben werden und in das Auslöse- bzw. Bedienelement integriert sein.

Elektrische Steuerung Teil eines Fluchttürsystems, welches die elektrische Verriegelung versorgt und steuert und mit der Nottaste bzw. dem Auslöser verbunden ist. Eine elektrische Steuerung kann die Stromversorgung, Wahlschalter, Meldeeinrichtungen, Verdrahtung usw. beinhalten.

Gangflügel Der zuerst öffnende und zuletzt schließende Flügel einer in eine Richtung öffnenden zweiflügeligen Falztür.

Standflügel Der zuletzt öffnende und zuerst schließende Flügel einer in eine Richtung öffnenden zweiflügeligen Falztür.

Zweiflügelige Tür Doppelflügelige Tür Eine Baugruppe, die aus zwei schwenkbaren Flügeln
in einem gemeinsamen Rahmen besteht. Der Mittelstoß kann stumpf oder gefalzt sein.
Weitere Begriffsdefinitionen finden Sie in den EN-Normen. Allgemeine Begriffe und

Definitionen
EU Europäische Union
CEN Europäisches Komitee für Normung (Comite Europeen de Normalisation)
EN Europäische Norm
prEN Vorläufige Europäische Norm (noch nicht veröffentlicht)
Norm Eine unverbindliche technische Spezifikation, die durch eine anerkannte Normungsstelle verabschiedet wird.
Vorschrift Eine verbindliche Vorgabe, die durch europäische oder nationale Behörden ausgestellt wird.
Rettungsweg Ein geschützter Weg, wie zum Beispiel ein Flur oder eine Treppe, der zu einem ausgewiesen sicheren - in der Regel außerhalb des Gebäudes liegenden - Bereich führt.
Fluchttür Tür im Verlauf eines Rettungsweges.
Zutritt Möglichkeit, in ein Gebäude oder in einen Bereich hinein zu gelangen.
Austritt Möglichkeit, ein Gebäude oder einen Bereich zu verlassen.

Auszug aus ASSA ABLOY Leben und Eigentum richtig schützen 2000